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Katholisch – demokratisch – ökumenisch

Die Vortragsreihe ehemaliger Ministrantinnen und Ministranten in Herrieden wird fortgesetzt.

Wie der lateinische Ursprung des Wortes ministrare, zu Deutsch dienen, verrät, nehmen die Ministrantinnen und Ministranten die Aufgaben im Altarraum wahr. Vor den Augen der Gläubigen bringen sie die Gaben zum Altar oder übernehmen den Dienst am Weihrauchfass und tragen so zu einem feierlichen Erscheinungsbild unserer Gottesdienste und Prozessionen bei. Besondere Höhepunkte und Herausforderungen im Kirchenjahr bieten die Kar- und Ostertage, man denke nur an das sog. „Ratschen“, wenn die Kirchenglocken schweigen, oder die Weihnachtszeit, in der sie Anfang Januar als Sternsinger*innen für notleidende Kinder sammeln.

Oft haben Ministrant/-innen über viele Jahre diesen wichtigen Dienst in der Pfarrei erfüllt. Gottesdienstbesucher, die sich in unterschiedlicher Weise an Ministrantinnen vergangener Jahre erinnern, fragen sich vielleicht „Was macht eigentlich...?“ Dieser Frage geht die Vortragsreihe nach, für die Sophia Kraft (geb. Göppel) Ende Oktober des vergangenen Jahres den Auftakt gemacht hatte. Im April reihte sich Dr. Julia Seeberger mit einem Vortrag zur Bedeutung von Geruch im christlichen Mittelalter ein.

Die ehemalige Oberministrantin Johanna Serban reflektierte im Mai über die Bedeutung des christlichen Wertekompass‘ für ihr Leben und stellte fest: "Der christliche Wertekompass gibt uns die Kraft und das Vertrauen, auch in schwierigen Zeiten unseren Weg zu finden.“ Serban motivierte ihre Zuhörer, die Arbeit als Berufung zu erkennen und ihre Talente zum Wohle der Gesellschaft einzusetzen. Gleichzeitig betonte sie die Wichtigkeit, sich politisch zu engagieren und sich dabei an den Prinzipien der katholischen Soziallehre zu orientieren. Selbst in schweren Situationen wie unheilbare Erkrankung und Tod kann der Glaube an die Auferstehung eine Quelle des Trostes und der Hoffnung sein.

Am 24. November gibt Matthias Wenk einen Einblick in seine Arbeit als Seelsorger im demokratischsten System, das katholische Kirche weltweit kennt: " Katholisch – demokratisch – ökumenisch: Seelsorge im Dualen System der deutschschweizer Katholischen Kirche, der demokratischsten Form von Katholischer Kirche weltweit“. In seinem Vortrag wird Matthias Wenk von seinen Erfahrungen als Seelsorger in diesem weltweit einmaligen „Dualen System“ berichten sowie von den Herausforderungen, wie Kirche in einer säkularen Welt in Kontakt mit den Menschen bleiben kann – eben dank eines derartig (un)katholischen Organisationsmodells.

Am 3. Januar 2024 setzt dann Dr. Linus Ubl die Reihe mit seinem Vortrag „Predigende Frauen, Gott* und sinnvolle Selbstmorde – das Mittelalter als Verhandlungsort für gegenwärtige Debatten“ fort. Ausgehend von seinem früheren Dienst als Ministrant lädt der promovierte Mediävist interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer zu einem wissenschaftlichen Vortrag ein, der eine Brücke vom Mittelalter in die Gegenwart schlägt.

Vortragsbeginn ist  jeweils um 19.30 Uhr im Kath. Pfarrheim Herrieden am Marktplatz.

21.11.2023